Der Zellbiologe Franz-Ulrich Hartl und sein US-Kollege Arthur L. Horwich erhalten den Shaw Prize 2012. Die Auszeichnung ist mit einer Million Dollar dotiert. Hartl, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried, und Horwich, der an der Yale University forscht, werden für ihre Arbeiten zur Proteinfaltung in Zellen geehrt. Erst diese Faltung verleiht den Eiweißen ihre 3D-Struktur und ermöglicht ihnen eine korrekte Funktion. Die beiden Preisträger haben entdeckt, dass nicht alle Proteine in der Lage sind, sich ohne Hilfe in den Zellen zu falten. Hartl und Horwich identifizierten das Protein Chaperonin, das diese Eiweiße bei der Faltung unterstützt, indem es sie von störenden Einflüssen abschirmt. Die Ergebnisse der Forscher könnten helfen, neue Medikamente gegen neurodegenerative Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer zu entwickeln, bei denen die fehlerhafte Protein-Faltung eine Rolle spielt.





