Mediziner der Universitätsklinik Düsseldorf um Rüdiger Krauspe haben erstmals in einer Studie die Wirksamkeit der so genannten Orthokin-Methode bei Kniegelenkarthrose nachgewiesen. Die Therapie basiert auf der Tatsache, dass das Protein Interleukin-1 (IL-1) eine wichtige Rolle bei der Entstehung des Gelenkverschleißes spielt und für die schmerzhaften Entzündungen mitverantwortlich ist. Daher wird aus dem Blut der Patienten ein IL-1-Gegenspieler (Orthokin) gewonnen und ins Gelenk injiziert.
Krauspe und sein Team hatten 400 Kniegelenkarthrose-Patienten zwischen 30 und 85 Jahren untersucht. Die Medi- ziner stellten fest, dass die Orthokin- Methode besser abschnitt als herkömmliche Therapien mit Schmerzmitteln, Kortison oder künstlicher Gelenkschmiere. Orthokin hemmte die Entzündungen, linderte Schmerzen und schützte den Knorpel. Allerdings: Die neue Methode kann die Arthrose zwar bremsen, bereits zerstörte Knorpelsubstanz aber nicht wieder aufbauen. Außerdem muss die Behandlung regelmäßig nach ein bis drei Jahren wiederholt werden.





