von RÜDIGER VAAS
Im Juni des Jahres 1925 gelang hier auf Helgoland dem 23-jährigen Werner Heisenberg der Durchbruch in der Formulierung der Quantenmechanik, der grundlegenden Theorie der Naturgesetze im atomaren Bereich, die das menschliche Denken weit über die Physik hinaus tiefgreifend beeinflusst hat.“ Dieser apodiktische – und nicht unumstrittene – Satz steht in Versalien geprägt auf einer Metallplatte, die einen Gedenkstein auf der Nordsee-Insel ziert. Aufgestellt wurde dieser im Juni 2000 zum 75-jährigen Jubiläum von Heisenbergs Heureka-Moment. Als verantwortlich zeichnen die Deutsche Physikalische Gesellschaft und das Max-Planck-Institut für Physik, das nach Heisenbergs Tod 1976 den Beinamen Werner-Heisenberg-Institut erhielt. Er war der erste Direktor des nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst in Göttingen angesiedelten Instituts, das 1958 nach München umzog. Vorläufer war das 1917 in Berlin gegründete Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik, als dessen Direktor bis 1933 Albert Einstein wirkte. Diese lange Tradition passt auch zur Quantentheorie: Ab 1899 wurde sie von Planck und ab 1905 von Einstein initiiert (die dafür die Physik-Nobelpreise von 1918 und 1921 erhielten); an ihrer bis heute gültigen Um- und Neuformulierung war Heisenberg ab 1925 maßgeblich beteiligt (Nobelpreis für 1932).





