Durch eine niedrige Tür betritt der Besucher einen holzvertäfelten Raum. Im Halbdunkel ist ein großes Schreibpult zu erkennen. An der Wand steht eine Kommode, deren Schubladen mit den Namen fremder Städte beschriftet sind. Bücher liegen herum. So muss sie ausgesehen haben, die „Goldene Schreibstube“, das 1488 eingerichtete Buchhaltungs- und Verwaltungszentrum der Familie Fugger. Von hier aus lenkten Kaufleute wie Jakob Fugger, genannt „der Reiche“ (1459 –1525), nicht nur ein weltweites Handelsimperium. Die Schreibstube war auch Schaltzentrale im Ringen um Macht und Einfluss.
Kaum hat man sich an das schummrige Licht gewöhnt, ist plötzlich das Knarren einer Tür zu hören: Zwei Männer in kostbaren Gewändern erscheinen, einer von ihnen erhebt die Stimme. Dank moderner Projektionstechnik wird der Besucher in den nächsten Minuten Zeuge eines fiktiven Gesprächs zwischen Jakob Fugger und seinem Konkurrenten Bartholomäus V. Welser (1484 –1561), wie es vor rund 500 Jahren tatsächlich hätte ablaufen können. Die Dauerausstellung widmet sich am Beispiel dieser beiden Familien der Welt der Augsburger Kaufleute zu Beginn des 16. Jahrhunderts. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 3/2016.
Liza Soutschek




