Unterschiedlich detailreich geraten die einzelnen Kapitel. Jankrift bietet keine systematische Darstellung des städtischen Alltags, sondern wirft Schlaglichter auf einzelne Personen, Gruppen oder Ereignisse. Anschaulich vermag er dennoch zu erzählen, von Feuersbrunst und Kriegsgefahr, von revoltierenden Zünften und ränkeschmiedenden Kupplerinnen, von Pestangst und Henkerstod. Auch das Schicksal der Juden wird eingehender berücksichtigt.
Vielfach kann der Autor für seine Ausführungen auf Augsburger Stadtchroniken und andere städtische Überlieferungen wie Prozessakten zurückgreifen. Ein ausführliches Kapitel ist dem Fernhandelskaufmann Burkhard Zink (1396–1474/75) aus Memmingen gewidmet, der in seiner bekannten Chronik auch intensiv auf sein eigenes Leben eingeht, ein Glücksfall für die Nachgeborenen.
Rezension: Talkenberger, Heike




