von SUSANNE DONNER
Wenn die Forscher Strom in Helmut Trögers Rücken leiten, kribbelt es in seinen Beinen. Dann hebt sich sein Knie, der Unterschenkel streckt sich und der Fuß tritt auf den Boden. Ein Schritt ist getan – mithilfe eines Implantats in seinem Rücken. Es wirkt wie ein Wunder, denn der 33-Jährige ist durch einen Autounfall seit 16 Jahren inkomplett querschnittsgelähmt: Sein Rückenmark ist nicht vollständig durchtrennt, wie es bei einer kompletten Querschnittslähmung der Fall wäre. Einige Nervenbahnen funktionieren und leiten Reize über den Spinalkanal teilweise weiter. Wieder gehen zu können und mit seiner dreijährigen Tochter die Welt auf Beinen zu erkunden, ist sein größter Wunsch.





