Männer über 60 leiden nicht nur verstärkt an Prostata-krebs, sondern auch an einer so genannten benignen Prostata-Hyperplasie (BPH) – einer gutartigen Vergrößerung der Vorsteherdrüse, die es schwierig macht, die Blase zu entleeren. Bisher ist unklar, ob beide Krankheiten auf dieselben Ursachen zurückgehen. Italienische Forscher haben jetzt Daten von jeweils über 1000 Prostata-Krebs- und BPH-Patienten ausgewertet. Danach ist zwar das Risiko für Prostata-Krebs erhöht, wenn ein enger Verwandter – vor allem ein Bruder – an diesem bösartigen Tumor leidet. Aber die BPH tritt in diesen Familien nicht gehäuft auf. Die Forscher gehen daher von zwei vollkommen unabhängigen Erkrankungen aus. Ihre Schlussfolgerung: BPH ist kein Vorstadium des Prostatakrebses.





