Auch Bertolt Brecht hatte sich mit dem brutal Harten und dem wohlig Weichen beschäftigt. Eines seiner berühmten Gedichte handelt von der „Legende von der Entstehung des Buches Taoteking auf dem Weg des Laotse in die Emigration“. Der Weise wird auf seiner Reise von einem Zollbeamten aufgehalten. Der will von einem Knaben, der den Alten begleitet, etwas über den Lehrer wissen will, nämlich „Hat er was rausgekriegt?“. Die wunderbare Antwort des Kindes lautet, „dass das weiche Wasser in Bewegung / Mit der Zeit den mächtigen Stein besiegt. / Du verstehst, das Harte unterliegt.“ Diese Auskunft macht den Zollbeamten so neugierig, dass er Laotse bittet, ihm mehr darüber zu erzählen und seine Weisheiten aufzuschreiben. So entstand das berühmte Tao te king, das kleine Buch der großen chinesischen Weisheit.





