• Gebärmutterhalskrebs geht fast immer auf die Infektion mit Humanen Papillom-Viren (HPV) zurück, die Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum in den Siebzigerjahren entdeckte. Heute kennt man rund 100 HPV-Typen, von denen etwa 15 als krebserregend gelten, auch wenn nur ein kleiner Bruchteil der Infektionen tatsächlich zu Krebs führt. Die Typen 16 und 18 sind für 70 Prozent der Tumore verantwortlich.
• Vor etwa zehn Jahren begannen Firmen mit der Entwicklung von Impfstoffen. Im September 2006 wurde als erster Impfstoff Gardasil von Sanofi Pasteur MSD in Europa zugelassen, ein Jahr später folgte Cervarix von GlaxoSmithKline. Werbung der Hersteller, Kampagnen der Ärzteschaft, positive Medienberichte sowie das Vorpreschen einiger Kassen übten Druck auf die Ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut aus, die schließlich im März 2007 die dreimalige Impfung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren vor dem ersten Geschlechtsverkehr empfahl. Die Krankenkassen kommen seitdem dafür auf.
• Wie in großen Studien gezeigt wurde, schützen die Impfstoffe nichtinfizierte Frauen zuverlässig vor Tumorvorstufen, die auf die Virentypen 16 und 18 zurückgehen. Schwerwiegende Nebenwirkungen zeigten sich in diesen Studien nicht.





