Die Sedimente am Grund des Ostatlantiks verraten den Forschern viele Nuancen der Klimavergangenheit in Afrika – zum Beispiel, welche Pflanzen vor vielen Jahrtausenden in Nord- und Westafrika gediehen. Unter anderem aus fossilen Pollen, die in den Meeressedimenten eingeschlossen sind, lässt sich die Veränderung der Vegetation in Sahelzone und Sahara weit zurückverfolgen. Anscheinend gab es mehrere Phasen mit einem deutlich feuchteren Klima als heute, in denen selbst in der Sahara Bäume wuchsen. Solche fruchtbaren Perioden ereigneten sich offenbar auch vor etwa 50 000 und vor 110 000 Jahren – zur gleichen Zeit, als nach Ansicht der Paläontologen moderne Menschen aus Afrika Richtung Asien und Europa wanderten. Dabei mussten sie wahrscheinlich ein Stück Sahara durchqueren. Möglicherweise erlaubte ihnen erst das feuchte Klima und das üppige Grün in der heutigen Wüstenregion den weiten Marsch.





