Zwar sollte man nicht die im „Simplicissimus“ geschilderte Lebensgeschichte mit der tatsächlichen Biographie ihres Autors verwechseln, doch hat Grimmelshausen wichtige Lebenserfahrungen in seinem Werk verarbeitet. Tief geprägt wurde sein Leben durch die Schrecken des Dreißigjährigen Kriegs, den Verlust seiner Familie bei der Zerstörung seiner Heimatstadt Gelnhausen und seine unfreiwillige Kriegsteilnahme. Zu seinem Glück aber machte der Junge mit der reichen Welt der Bildung und Bücher Bekanntschaft. Zwar ist über die ersten 25 Jahre Grimmelshausens kaum etwas in Erfahrung zu bringen, doch die beiden Autoren haben sich auf Spurensuche begeben und Personen des Umfelds, aber auch literarische Anregungen sondiert. Sie beziehen sich aber auch immer wieder auf den Roman, wenn sie ihren Protagonisten auf seinem Weg vom „Musketier zum Weltautor“ begleiten.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




