von CHRISTIAN BERNHART
Es sieht aus wie ein Knäuel frisch geschorener Schafwolle, was auf Raffaele Mezzengas Arbeitstisch liegt. Tatsächlich besteht der Knäuel jedoch aus lockeren Molkenfasern, in denen Gold eingebettet ist. Die Molke hat das Edelmetall aus einem Topf mit Elektronikabfall gezogen. Dessen Menge wird laut Prognosen des Global E-Waste Monitors in den nächsten Jahren weiter wachsen. Mit der von dem Forscherteam um Mezzenga, Leiter des Labors für Lebensmittel und weiche Materialien an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, entwickelten Methode ließe sich ein Großteil des darin verarbeiteten Goldes zurückgewinnen.





