Das Gold Ihres Fingerrings ist wahrscheinlich bei einer Kollision von zwei Sternen entstanden. Computersimulationen an der Universität Leicester haben ergeben, dass das meiste Gold der Erde aus Zusammenstößen von Neutronensternen stammt. Die Ergebnisse stellten Forscher um Stephan Rosswog von den Universitäten Leicester und Basel auf dem Nationalen Astronomie-Treffen in Cambridge vor.
Wenn zwei Neutronensterne – sehr dichte, in sich zusammengefallene Sterne ? zusammenprallen, wird nach Berechnungen der Forscher stark erhitztes Material ins All geschleudert. In dieser etwa eine Milliarde Grad Celsius heißen Asche kommt es zu Nuklearreaktionen, bei denen sich schwere Elemente wie Platin oder Gold bilden.
Der Anteil an schweren Elementen in der ausgeschleuderten Materie entspricht der chemischen Zusammensetzung unseres Sonnensystem. Es spricht daher einiges dafür, dass Neutronenstern-Kollisionen die Hauptquelle für Gold und Platin sind, so die Forscher.
Bislang war den Forschern ein Rätsel, wo schwere Elemente wie Gold gebildet werden. Die Quellen für leichte Atome wie Sauerstoff und Kohlenstoff ? Sterne, die unserer Sonne ähnlich sind – können keine schweren Elemente hervorbringen.
Marcel Falk





