Die Leber ist das einzige menschliche Organ, das sich vollständig regenerieren kann, wenn es verletzt wird. Ein internationales Forscherteam um Mickael Lesurtel von der Universitätsklinik Zürich hat jetzt entdeckt, dass das auch als Glückshormon bezeichnete Serotonin bei diesem Vorgang eine wichtige Rolle spielt. Der Stoff überträgt unter anderem Signale im Gehirn, wird aber auch von den Blutplättchen freigesetzt, wenn ein Blutgefäß verletzt wird. Die Wissenschaftler hatten zunächst die Blutplättchen von Mäusen so verändert, dass sie kein Serotonin mehr enthielten, und danach Teile des Lebergewebes der Tiere entfernt. Bei einer Kontrollgruppe wurde ebenfalls die Leber verletzt, die Blutplättchen wurden aber nicht modifiziert. Bei diesen Mäusen regenerierte sich das Organ viel besser und schneller. Die Forscher hoffen, dass mit ihren Erkenntnissen unter anderem Alkoholkranken geholfen werden kann. Ihre Blutplättchen enthalten weniger Serotonin. Eine Therapie mit dem Hormon könnte möglicherweise verhindern, dass sie an Leberzirrhose erkranken oder dass die Schädigung der Leber weiter fortschreitet.





