Wir sehen es an unserem eigenen Alltag: Ohne Technik geht wenig. Schon diese Rezension hängt (mindestens) unmittelbar ab von elektrischem Licht, der Digitalisierung und dem Buchdruck. Der Historiker Ronald D. Gerste legt mit seinem gelungenen Buch eine kurze Einführung darüber vor, wie es so weit gekommen ist. Anhand systematischer Querschnitte beleuchtet er Bereiche der Lebenswelt, die die Technik massiv verändert hat. Dabei geht es unter anderem um den Buchdruck, Energie (Licht, Elektrifizierung, Atomenergie), Mobilität (Eisenbahn, Flugzeug), Kommunikation (Telegraph, Fernsehen) sowie um Raketen, Radar, medizinische Technologie und die Anfänge der Digitalisierung.
Gerste informiert über Erfinderinnen und Erfinder, ihre Produkte sowie die Reaktionen der und Folgewirkungen für Gesellschaft und Umwelt. Er erörtert Träume und Hoffnungen, die sich mit Innovationen verbanden, ebenso wie die Albträume oder Probleme, die mitunter daraus erwuchsen. Man denke nur an die Risiken atomarer Rüstung oder die Folgen des CO2-Ausstoßes. Kurzum, Gerste legt einen ebenso nachdenklichen wie zugänglich geschriebenen Überblick vor, der für alle von Interesse ist, die einen Einstieg in die Geschichte der technologischen Transformation der Welt suchen.
Rezension: Sebastian Rojek
Ronald D. Gerste
Wie Technik Geschichte macht
Von Gutenberg bis zum Smartphone
Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 2025, 301 Seiten, € 24,–




