Festgehalten zwischen zwei winzigen Goldelektroden konnten die Forscher die ein bis zweiwandigen Röhrchen über elektrostatische Abstoßungskräfte in Bewegung versetzen. Dazu ließen sie einerseits durch das Röhrchen, andererseits durch eine darunter verlaufende Gate-Elektrode wechselnde Spannungen um die zwei Volt fließen. In Resonanz schätzten sie die Auslenkungen der knapp zwei Mikrometer langen Röhrchen auf rund einen halben Nanometer ab. Dabei wirkten Kräfte im Femtonewton-Bereich. “Die ultimative Grenze für diese Kraft-Sensibilität wird einzig durch die thermischen Vibrationen des Röhrchens gesetzt”, so Sazonova.
Da die besten Prototypen dieses Resonators selbst im Vakuum nach nur 200 Schwingungen die Hälfte ihrer Schwingungsenergie einbüßten, ist an einen Anwendung dieser NEMS-Module noch nicht zu denken. Die Lösung dieses Problems könnte jedoch in einer geringeren Verunreinigung der Röhrchen-Oberfläche liegen. McEuen und Kollegen planen dazu weitere Experimente. Damit würde die Palette von nanoelektronischen Modulen aus Kohlenstoffröhrchen, die heute schon von Transistoren über Dioden bis zu Laserkomponenten reicht, um die bedeutenden Nanoresonatoren erweitert werden.




