Oskar Bätschmann, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Bern, widmet diesem bedeutenden Vertreter der venezianischen Renaissance eine umfassende Studie, welche die Entwicklung des Malers mit profunder Kennerschaft untersucht. Ausgehend von der Ausbildung Giovanni Bellinis in der väterlichen Werkstatt, wo er zusammen mit dem ebenfalls hochbegabten Bruder Gentile das Handwerk von der Pike auf lernte, über die frühen, prägenden Einflüsse durch Andrea Mantegna und die flämische Malerei, erläutert Bätschmann mit akribischer Sorgfalt die Charakteristika des Bellinischen Œuvres. Deutlich wird dabei immer wieder, in welch bemerkenswertem Maß der Maler unterschiedlichste Anregungen aufzugreifen und in einem Stil von hoher Originalität zu verschmelzen verstand.
Der mit einer detaillierten Zeittafel, umfassender Bibliographie sowie einem präzisen Register ausgestattete und opulent gestaltete Band stellt auf lange Zeit ein Referenzwerk für jede Beschäftigung mit dem Werk Bellinis dar.
Rezension: Karsten, Arne




