Dass man in manchem Blütenhonig pflanzliche Giftstoffe gefunden hat, ist so verwunderlich nicht. Die Biene macht schließlich keinen Unterschied zwischen harmlosem Klee und Borretschgewächsen oder Greiskräutern. Nachdem Mutter Natur letztere mit giftigen Substanzen, so genannten Pyrrolizidin-Alkaloiden, ausgestattet hat, um sie vor Fressfeinden zu schützen, finden sich diese spurenweise auch im Honig wieder, jedenfalls, so das Bundesinstitut für Risikobewertung, wenn er aus Mittel-und Südamerika sowie aus Asien stammt.
Mehr Sorge macht den Experten jedoch der unkontrollierte Konsum von Blütenpollen in Form besagter Botanicals. Meist bestellen sie die Verbraucher bequem im Internet, ohne zu ahnen, dass in Blütenpollen die Konzentration der giftigen Pyrrolizidin-Alkaloide besonders hoch ist. Bei Pollen aus Südamerika oder Asien sei die Belastung um das Tausendfache höher als im Honig, warnt das Institut für Risikobewertung . Das Tückische daran ist, dass diese Substanzen in der menschlichen Leber verstoffwechselt werden und zu starken Lebervergiftungen bis hin zum Leberkrebs führen können.
Bisher gibt es zwar keine Grenzwerte für Pyrrolizidin-Alkaloide in Lebensmitteln. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist jedoch darauf hin, dass die Belastung der Verbraucher so niedrig wie möglich gehalten werden müsse. Auch wenn es bislang keine eindeutigen wissenschaftlichen Nachweise für die schädliche Wirkung diese Nahrungsergänzungsmittel gibt, empfehlen Experten, Präparate auf Pollenbasis, die nicht aus Europa kommen, weder hochdosiert und noch regelmäßig einzunehmen.
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