Während bis zum 18. Jahrhundert Religion, Dynastie und Kriegserfolg als wichtige Grundpfeiler der monarchischen Legitimität wirkten, änderte sich das Bild mit der Französischen Revolution grundlegend. Nun konnte das Gottesgnadentum keine ausreichende Legitimitätsgrundlage mehr für die Monarchie sein.
Sellin zeigt im Einzelnen, wie Monarchien etwa durch den Konstitutionalismus, nationale Politik oder soziale Reformen neue Legitimitätsmuster entwickelten, wie sie aber auch in der Anwendung von Gewalt gegen das Volk ihre Legitimität einbüßten. Problematisch erscheint allerdings diese schematische Gegenüberstellung von „Gewalt“ und „Legitimität“, kann doch Gewalt (etwa gegen den innenpolitischen Gegner) durchaus auch Teil einer monarchischen Legitimitätsstrategie sein.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




