Dass Autismus weitgehend genetische Ursachen hat, haben US-Forscher um Hakon Hakonarson von der University of Pennsylvania in Philadelphia nachgewiesen. Sie hatten rund 10 000 Kinder untersucht, von denen mehr als 4500 autistische Symptome zeigten. Bei ihnen fanden die Wissenschaftler auf Chromosom 5 gehäuft Varianten in der Region zwischen den Genen CDH9 und CDH10. Sie kodieren für den Bau sogenannter Cadherine, die zu den Zelladhäsions-Molekülen gehören und für den Kontakt und die Kommunikation zwischen Nervenzellen sorgen. Durch die Abweichungen auf Chromosom 5 ist bei Autisten diese Vernetzung gestört. „Unsere Resultate deuten darauf hin”, sagt Hakonarson, „ dass Autismus ein Problem falscher neuronaler Verknüpfungen ist.”





