Viele Ärzte reden mit ihren Patienten offensichtlich lieber über sich selbst, als sich deren Krankengeschichte anzuhören. Das geht jedenfalls aus einer Studie der Universität Rochester/USA hervor. 100 Hausärzte hatten zugestimmt, sich von „ Scheinpatienten” besuchen zu lassen, die die Gespräche heimlich aufzeichneten. Die Auswertung ergab: In jeder dritten Konversation plauderte der Arzt ungefragt private Dinge von sich aus. Die Storys hatten dabei fast nie einen Bezug zu den Sorgen der Patienten. Die Studien-Autoren vermuten, dass die Mediziner auf diese Weise ein Vertrauensverhältnis aufbauen möchten. Doch die Patienten würden viel eher von persönlicher Zuwendung, Lob oder Ermutigung profitieren – und weniger von ärztlichen Monologen über eigene Glanztaten.





