Warum die Grippe besonders in der kalten Jahreszeit grassiert, hat Joshua Zimmerberg von den National Institutes of Health im amerikanischen Bethesda herausgefunden: Grippeviren umgeben sich bei niedrigen Temperaturen mit einer Hülle, die sie vor Austrocknung und Umwelteinflüssen schützt. Sie entsteht kurz über dem Gefrierpunkt, wenn sich die aus Lipiden bestehende äußere Membran der Viren verhärtet. Dringen die Erreger über die Atemwege in einen Organismus ein, weicht die Hülle auf, und die Viren können Zellen infizieren. Zimmerberg fand heraus, dass die Hülle ab einer Temperatur von über 15,6 Grad Celsius an Festigkeit verliert und seine Schutzfunktion einbüßt.





