Zu dieser Zeit verhinderten die Machtinteressen einzelner Familien ein geschlossenes außenpolitisches Auftreten; erstaunlich ist, dass sich Genua dennoch in den politischen Umbrüchen im Mittelmeerraum behauptete. Die innenpolitische Situation stabilisierte sich erst 1528, als Admiral Andrea Doria, der aufgrund seiner militärischen Erfolge auch im Stadtstaat Einfluss gewann, eine Verfassungsreform durchsetzte.
Das 16. Jahrhundert war die Blütezeit Genuas: Mit der ersten Zentralbank Europas, Kapitalbeteiligungsgesellschaften und anderen Innovationen wurden die genuesischen Kaufleute bald zu den führenden Bankiers, die sogar das spanische Kolonialreich finanzierten. Freilich beendete der Niedergang Spaniens dann auch das „Jahrhundert der Genuesen“ (Fernand Braudel).
Rezension: Felix Nothdurft




