In Deutschland haben drei Prozent aller Menschen eine Herzmuskelschwäche, bei den über 70-Jährigen sind es sogar zehn Prozent. Ursache der Herzinsuffizienz ist vor allem der Mangel des Proteins S100A1, das die Kalziumströme anregt, die für die Pumpleistung des Herzmuskels verantwortlich sind. Wissenschaftlern des Universitätsklinikums Heidelberg ist es nun im Tierversuch gelungen, durch die Zufuhr des Proteins eine Herzmuskelschwäche zu beheben. Mediziner um Patrick Most verpackten dazu das menschliche Gen für S100A1 in ein gentechnisch verändertes Adeno-Virus und schleusten es in die Herzmuskeln von Ratten ein, die an Herzinsuffizienz litten. Eine Woche nach der Behandlung hatte sich die Funktion der Herzmuskeln wieder normalisiert. Bevor die Methode am Menschen erprobt werden kann, müssen die Forscher den Gentransfer noch verbessern. Die bisher verwendeten Viren wirken nur zeitlich begrenzt, da sie vom Immunsystem erkannt und ausgeschaltet werden.





