Einen genetischen Faktor, der die Anfälligkeit für die migränetypischen Kopfschmerzen erhöht, haben US-Forscher entdeckt. Das Team um Louis J. Ptácek von der University of California in San Francisco machte bei Migräne-Patienten ein mutiertes Gen ausfindig, das die Produktion des Enzyms Caseinkinase steuert. Die veränderte Aktivität des Enzyms bewirkt auch, dass die innere Uhr durcheinander kommt und die Betroffenen an schweren Schlafstörungen leiden. Die Wissenschaftler hatten für ihre Studie das Erbgut von 14 Mitgliedern einer Familie analysiert, in der gehäuft Migräne- Erkrankungen auftreten.
Dass das defekte Gen tatsächlich mitverantwortlich für Migräne ist, konnten die Forscher im Versuch an Mäusen nachweisen. Tiere, denen das mutierte Gen übertragen wurde, hatten eine ähnlich veränderte Hirnaktivität wie Menschen, die an der Krankheit leiden. Ptácek gibt allerdings zu bedenken, dass das gefundene Gen sicherlich nicht das einzige ist, das mit den quälenden Kopfschmerzen zusammenhängt: „Es ist nur das erste, das wir gefunden haben.”





