Eine Variation des Gens FOXO3A sorgt für ein besonders langes Leben. Was bislang nur eine Vermutung war, haben jetzt deutsche und französische Forscher um Friederike Flachsbart von der Universität Kiel bewiesen. US-Wissenschaftler hatten 2008 herausgefunden, dass viele über 95-jährige Amerikaner japanischer Herkunft eine bestimmte Sequenz des Gens FOXO3A besaßen. Doch um zu beweisen, dass es sich dabei wirklich um ein generelles Langlebigkeits-Gen handelte, fehlte die Untersuchung weiterer Populationen.
Friederike Flachsbart und ihre Kollegen verglichen daher DNA- Proben von 388 deutschen 100-Jährigen mit Proben von 731 jüngeren Menschen. Ähnliche Analysen fanden gleichzeitig in Frankreich statt. Es zeigte sich, dass bei den 100-Jährigen die spezielle FOXO3A-Variante stets auffallend häufig vorkam. Das spricht dafür, dass dies weltweit der Fall ist. Denn die von den Amerikanern untersuchten Menschen japanischer Herkunft und die Europäer ähneln sich genetisch relativ wenig.





