Jährlich werden in Deutschland etwa 2300 Nieren transplantiert. Doch jedes dritte Organ versagt in den ersten fünf Jahren den Dienst im neuen Organismus. Wie Lübecker Forscher jetzt herausgefunden haben, könnten die Ursachen dafür genetischer Natur sein. Um das übertragene Organ vor den Angriffen des Immunsystems zu schützen, werden die Abwehrkräfte der Patienten lebenslang medikamentös unterdrückt. Das gelingt aber nicht bei allen gleich gut. Schuld könnte eine Mutation im Gen für den körpereigenen Immun-Aktivator Interleukin 6 sein. Sie erhöht die Wahrscheinlichkeit, das Organ zu verlieren, auf das Dreifache. Ziel der Forscher: Durch Gen- Tests sollen Risikopatienten identifiziert und dann gezielt behandelt werden.
Thomas Willke





