Aufgebrochen ist er wie ins gelobte Land, doch Stalins Sowjetunion wird ihm zum Kerker und Ort des Schreckens: Wolfgang Ruge, Sohn einer kommunistischen Familie aus Berlin und später als Historiker in der DDR tätig, emigrierte 1933, studierte zunächst in Moskau, geriet dann als Ausländer ins Visier des Geheimdienstes und musste schließlich 15 Jahre in Arbeitslagern zubringen. Von alledem wollte man in der DDR allerdings nichts wissen. Der wegen der Demenzerkrankung des Vaters vom Sohn Eugen gut bearbeitete Text ist ein wichtiges, erschütterndes Zeitzeugnis.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




