Für sogenannte Locked-in-Patienten, die komplett gelähmt, aber bei vollem Bewusstsein sind, haben israelische Wissenschaftler ein Hilfsmittel entwickelt, mit dem sie kommunizieren oder auch ihren Rollstuhl steuern können. Das Verfahren des Teams um Anton Plotkin vom Weizmann Institute of Science in Rehovot setzt Druckänderungen in der Nase in elektrische Signale um. Die Gelähmten können also durch gezieltes Schniefen Steuerbefehle erteilen. Zweimal durch die Nase einatmen zum Beispiel lässt den Rollstuhl nach vorne fahren, zweimal ausatmen bedeutet rückwärts. Mit der Methode können Locked-in-Patienten auch auf einem Bildschirm schreiben. Sie kommen dabei auf 1,5 bis 3 Buchstaben in der Minute – für komplett Gelähmte ist das eine enorme Geschwindigkeit. Erste Tests mit dem Verfahren waren bereits erfolgreich.





