Vor 45 Millionen Jahren lag Deutschland noch ungefähr auf der Höhe des heutigen Siziliens und war von tropischer Vegetation bedeckt. Zu den berühmtesten Fundstellen aus dieser Zeit zählt das Geiseltal im Süden von Sachsen-Anhalt, in dem sich damals ein tropisch-warmes Sumpfgebiet erstreckte. Dort haben Paläontologen unter anderem bereits die fossilen Überreste von Urpferden, frühen Tapiren, großen landlebenden Krokodilen und Riesenschildkröten entdeckt. Auch der 1,40 Meter große, pflanzenfressende Laufvogel Diatryma geiselensis lebte einst in diesem späteren Braunkohleabbaugebiet. Ein Schädel von ihm wurde allerdings noch nicht entdeckt – oder so dachte man zumindest.





