von ROLF HEßBRÜGGE
Fabian Horst von der Universität Mainz hat einen kostbaren Datenschatz zusammengetragen: die weltweit größte Sammlung von Gangbildern gesunder Menschen, knapp 400 an der Zahl. „Unsere Vision ist, dass – auch mithilfe unserer Datensammlung – eines Tages Gangbildbefunde durch Algorithmen unterstützt werden“, sagt der Sportwissenschaftler. Orthopädische Schwächen oder andere Leiden, die sich auf das menschliche Gehen auswirken, sollen künftig noch besser und früher diagnostiziert werden – dank Künstlicher Intelligenz (KI): „Gangstörungen sind komplexe Phänomene, die sich oftmals nicht einfach anhand einzelner Parameter ablesen lassen und deren Entstehung individuell sehr unterschiedlich verläuft“, erklärt Horst. Selbstlernende Algorithmen könnten künftig schon anhand von ersten minimalen Musterabweichungen, die dem menschlichen Auge verborgen bleiben, Anzeichen für Gangstörungen erkennen und in einem weiteren Schritt die zugrunde liegenden medizinischen Ursachen herleiten.





