von RAINER KURLEMANN
Das Experiment an der Stanford University in Kalifornien mag viele Menschen schaudern lassen. Ein Forscherteam um Sergiu Pasca hat menschliche Nervenzellen in das Gehirn einer neugeborenen Ratte eingepflanzt. Das Tier entwickelte sich ohne Auffälligkeiten. Pasca schätzt, dass von den etwa 30 Millionen Neuronen des ausgewachsenen Rattenhirns etwa ein bis zwei Millionen menschlicher Natur waren. Die Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass die Zellen nicht nur in das Netzwerk des Rattenhirns aufgenommen wurden. Sie übernahmen auch die Aufgaben, die diesem Teil des Gehirns zugeordnet werden. Die Ratte sei dadurch aber nicht intelligenter geworden. Sie habe keine besonderen kognitiven Fähigkeiten entwickelt, die sie von ihren Artgenossen unterscheide, so der Hirnforscher.





