Sie sind kleiner als ein Zehntausendstel Millimeter, wir atmen sie ständig ein und gefährden nach einer aktuellen Studie damit unsere Gesundheit: winzige Staub- und Kohlenstoffpartikel aus Abgasen von Autos, Fabriken oder Heizungen. Wissenschaftler des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit in Neuherberg haben die Wirkung dieses so genannten Schwebstaubs im menschlichen Organismus nun entschlüsselt. Wie
Annette Peters vom Institut für Epidemiologie und Holger Schulz vom Institut für Inhalationsbiologie herausfanden,
werden die Partikel aufgrund ihrer geringen Größe nicht von den Schleimhäuten abgefangen und können deshalb über die Lunge sehr tief in die Blutbahn eindringen. Dort können sie Blutplättchen aktivieren, die die Gerinnungsfähigkeit des Bluts erhöhen. Weil das Blut zähflüssiger wird, steigt die Gefahr durch Gerinnsel. Außerdem können sich die Arterien nicht mehr rasch dehnen, wodurch das Herz in Stress-Situationen unzureichend durchblutet wird. Die Folge können Herzrhythmusstörungen sein, die möglicherweise zu einem Infarkt führen.





