Ein internationales Team von Astronomen hat die weiteste bisher bekannte Galaxie entdeckt. Sie ist rund 13 Milliarden Lichtjahre von der Erde entfernt und erlaubt einen Blick tief zurück in die Vergangenheit, als das Universum etwa eine Milliarde Jahre alt war.
Entdeckt haben die Forscher die Galaxie mit dem Hubble-Weltraum-Teleskop und dem Keck-Teleskop auf Hawaii – sowie mit Hilfe einer “Gravitationslinse”. So nennt man eine Gruppe von Sternsystemen, deren Masse die Lichtstrahlen einer weiter entfernten Galaxie krümmt. Deren Bild erscheint so wie durch eine riesige Lupe vergrößert.
Die Aufnahmen zeigen helle dichte Knoten aus massereichen jungen Sternen. Ihr Leuchten sorgt dafür, daß die neu entdeckte Galaxie zehnmal mehr Licht ins Weltall abstrahlt als unsere Milchstraße. Erstmals wurden auch Gasströme innerhalb eines weit entfernten Sternsystems genau vermessen. Das Ergebnis: Die Gase schießen mit rund 200 Kilometer pro Sekunde durch die Galaxie hinaus ins All.





