Je größer Galaxien sind, umso älter sind ihre Sterne und umso früher war die Galaxienbildung zu Ende. Das gilt auf jeden Fall für die elliptischen und linsenförmigen Galaxien, fanden Astronomen um Jenica Nelan von der amerikanischen Yale University heraus. Datengrundlage war eine Studie von 4000 dieser Galaxien in 93 relativ nahen – bis zu einer Milliarde Lichtjahre entfernten – Galaxienhaufen. Bei dieser bislang größten derartigen Durchmusterung wurden Tausende von Spektren mit dem 3,5-Meter-WIYN-Teleskop auf dem Kitt Peak in Arizona und dem 4-Meter-Teleskop des Cerro Tololo Inter-American Observatory in Chile gewonnen.
„Die Sterne in den größten, ältesten Galaxien bildeten sich schon sehr früh im Universum, vielleicht schon vor 13 Milliarden Jahren”, sagt Jenica Nelan. Im Durchschnitt haben die kleineren Galaxien ein Zehntel der Masse der größeren und sind nur etwa halb so alt, manche sogar nur vier Milliarden Jahre. Für einen Kannibalismus kleinerer, jüngerer Galaxien durch die elliptischen Riesen gibt es kaum Indizien. Diese Resultate passen schlecht zu den vorherrschenden Modellen der Galaxienbildung.





