Lange Zeit galt Gähnen als ein Versuch des Organismus, sich mit weit aufgerissenem Mund eine ordentliche Portion frischer Luft zu holen, um so den Sauerstoffmangel im Gehirn und damit die Schläfrigkeit zu vertreiben. Schließlich gähnen wir vor allem, wenn wir müde werden. Doch jeder von uns hat sicher schon die Erfahrung gemacht, dass das nicht funktioniert. Zwar wird das Gehirn durch das tiefe Einatmen tatsächlich besser durchblutet, doch amerikanische Forschende haben festgestellt, dass Menschen auch bei sehr guter Sauerstoffversorgung des Blutes gähnen. Und tatsächlich können wir ja noch so oft und herzhaft den Mund aufreißen: Munterer werden wir dadurch nicht. Außerdem gähnen wir auch, wenn wir gar nicht müde sind und uns einfach nur langweilen.





