Die Hitze des vergangenen Sommers ließ sie wieder sprießen: Blaualgenblüten in Badeseen und Meeren. Dabei handelt es sich biologisch gesehen nicht um Algen, sondern um Cyanobakterien, die häufig – wie Microcystis oder Nodularia – toxisch sind. Beim Menschen kann der Kontakt mit diesen Cyanobakterien Hautreizungen hervorrufen, Herunterschlucken führt im schlimmsten Fall zu Atemlähmung oder Gedächtnisverlust. Experten befürchten eine explosionsartige Vermehrung giftiger „Algen” nach sommerlicher Hitze und zunehmender Wasserverschmutzung.
Deutsche Wissenschaftler um Franz Brümmer von der Universität Stuttgart haben jetzt einen Biosensor entwickelt, mit dem die gefährlichen Bakterien im Wasser sofort erkannt werden können. Bisher war nur der Nachweis der Gifte selbst möglich. Der neue Mikrochip-Handgerät-Biosensor ist leicht zu bedienen. Er wurde bereits in ersten Feldversuchen erfolgreich eingesetzt.
Hans Groth





