von CAROLIN SAGE
Im Jahr 2005 klagte der damals 48-jährige Hans Josef Brinkmann vor dem Landgericht Essen gegen den Konzern Coca-Cola. Er hatte nach eigenen Angaben über Jahre hinweg täglich etwa einen Liter Cola zu sich genommen und zusätzlich zwei Schokoriegel gegessen. Ansonsten habe er sich ausgewogen ernährt. Er schätzte seinen Zuckerkonsum selbst nicht als gesundheitsgefährdend ein und war überrascht, als bei ihm Diabetes diagnostiziert wurde. Vor Gericht machte er dem Getränkehersteller den Vorwurf, dieser erwecke durch Werbung den Eindruck, die Limo sei ein Kultgetränk, das man unbeschwert genießen könne. Das verharmlose, dass von den zuckrigen Softdrinks eine Gefahr für die Gesundheit ausgehe. Außerdem behauptete er, in Cola seien neben Haushaltszucker noch weitere Inhaltsstoffe enthalten, die zu Diabetes führen könnten. Darüber seien Verbraucher weniger gut informiert. Er führte unter anderem an, dass der Hersteller „High Fructose Corn Syrup“ verwende. Der Sirup ist günstig herzustellen und hat eine höhere Süßkraft als konventioneller Zucker.





