Bei dieser kulturhistorischen Durchwanderung Wiens erfährt der Leser, wie die beschriebenen Parks und Cafés, Hotels und Konzerthäuser mit Freuds Leben in Verbindung stehen. Dabei gibt die Autorin die Geschichten seiner Weggefährten zum Besten, seien es Freunde, Patienten, Gegner oder Familienmitglieder. So verband Freud, ähnlich wie mit Wien, eine Art Hassliebe mit Karl Kraus. Die Darstellung der gegensätzlichen Charaktere des Schriftstellers und des Psychologen gelingt Eva Baur mit ebenso einleuchtenden wie auch humorvollen Beispielen. Ernster wird einem bei der Lektüre des folgenden Stücks zumute, in dem die konsequente Bevorzugung des ältesten Sohnes Sigmund durch die Eltern aus der Sicht seiner Schwester Anna erzählt wird. Am Ende eines jeden der insgesamt 18 Kapitel sind Adressen zu den vorgestellten Orten aufgelistet. Der Leser bekommt so einen facettenreichen und unterhaltsamen Einblick in das Leben Freuds in Wien.
Rezension: Feuer, Franziska





