Zu Beginn charakterisiert Chickering die Ausgangslage in der Stadt der Rentner, Professoren und Touristen am Vorabend des Krieges und die ersten Kriegswochen. Es folgen eindringliche Schilderungen der wachsenden Probleme bei der Versorgung der Bewohner mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Gütern. Die nächsten Kapitel basieren stärker auf Selbstzeugnissen und thematisieren etwa unter der Überschrift „Der Krieg und die Sinne“ die elementaren Auswirkungen des Mangels sowie die Versuche der Menschen, mit Tod, Krankheit und Angst umzugehen. Die Grenze zwischen Öffentlichem und Privatem verwischte zusehends. Beklemmend liest sich die zunehmende Allgegenwart des Krieges, die schließlich kaum noch einen Bereich unberührt ließ.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger




