Wie sind die militärischen Leistungen von Soldatinnen zu bewerten, wo sie tatsächlich nachweisbar sind? Schlecht, lautet seine provokante Antwort. Wo immer Frauen in die „letzte Bastion der Männer“ einzogen, sei es bergab gegangen. Crevelds Buch behandelt also nicht nur ein historisches Thema, sondern spiegelt auch ein aktuelles wider: In Gesellschaften, die sich der Gleichberechtigung verschrieben haben, steht in letzter Konsequenz die Frau an der Waffe. Für Creveld ist dies ein Grauen, und er macht daraus kein Hehl. Wie alle seine Bücher bietet es den weiten Überblick, Faktenreichtum im Detail und – eine gehörige Prise an Polemik. Letztere überwiegt in dem kontroversen Buch, das so interessant geschrieben ist, daß man sich schon fast wieder gerne darüber ärgert.
Rezension: Pöhlmann, Markus





