Ein „Missing link” zwischen den modernen Elefanten und ihren Vorfahren hat ein internationales Forscherteam um Jeheskel Shoshani von der eritreischen University of Asmara in dem afrikanischen Land gefunden. Der knapp 27 Millionen alte Kieferknochen stammt aus der Zeit, als sich die Rüsseltiere (Proboscidea) in zwei Evolutionslinien aufspalteten. Die eine führte zu den Elefanten und Mammuts, die andere zu den Mastodonten. Aus der Übergangszeit vor etwa 25 bis 28 Millionen Jahren gab es bisher keine Belege. Das jetzt gefundene Fossil aber besitzt einen Zahnaufbau, der genau zwischen dem der ursprünglichen und der heutigen Elefanten liegt. Das Tier wog nach Berechnungen der Wissenschaftler rund 480 Kilogramm und hatte eine Schulterhöhe von gerade 130 Zentimetern.
Shoshani nannte den kleinen Elefanten-Vorfahren Eritreum melakeghebrekristosi. Mit diesem komplizierten Namen ehrt er einerseits das Land Eritrea und andererseits den Bauern Melake Ghebrekristos. Auf einem Feld des Landwirts waren die Wissenschaftler auf den Knochen des Rüsseltiers gestoßen.





