Wissenschaftler des kanadischen Unternehmens für Unterwasserforschung “Advanced Digital Communications” haben vor Kuba Strukturen auf dem Meeresgrund entdeckt, die auf den ersten Blick wie eine Stadt aussehen. In der Unterwasserlandschaft stehen Objekte aus zwei bis fünf Meter großen Steinblöcken, die Pyramiden, Straßen und Gebäuden ähneln. Bei dem zwanzig Quadratkilometer großen Gebiet, das 650 Meter unter dem Meeresspiegel liegt, könnte es sich um das Zentrum einer 6.000 Jahre alten Stadt handeln, vermuten die Forscher. Das berichtet die britische Zeitung “Independent” in ihrer Online-Ausgabe.
Andere Geologen und Archäologen bezweifeln allerdings, dass es sich bei dem Fund wirklich um eine versunkene Stadt handelt. “Die Ozeane sind voll von Unterwasserkalksteinen, Basalten und anderen geologischen Formationen, die fälschlicherweise immer wieder als versunkene Städte interpretiert werden”, meint Martin Dean, Unterwasserarchäologe an der Universität St Andrews (Schottland). Der britische Geologe Alistair Crame bestätigt diese Vermutung: “Es ist sehr unwahrscheinlich, dass sich der Meeresboden in nur 6.000 Jahren um 650 Meter abgesenkt hat. Solch ein Absinken braucht Millionen von Jahren.”
Unterwasserforscher fallen wohl gerne auf diesen Trick der Natur herein: Die meisten vermeintlichen versunkenen Städte entpuppen sich bei genauem Hinsehen als natürliche Steingebilde, berichtet der “Independent”. Zerfallende Kalksteine schaffen oft natürliche Gehsteige und andere Formationen, die wie von Menschenhand gemacht wirken.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





