Britische Geographen wollen es drinnen regnen lassen: Sie planen in einer Versuchshalle vom Nieselregen bis zum Wolkenbruch alle möglichen Niederschläge zu simulieren. Mit der Regenkammer wollen die Forscher von der Universität Exeter vor allem die Ausschwemmung von Böden untersuchen, berichtet das britische Online-Magazin “Ananova”.
Die Anlage ermöglicht es uns, unter kontrollierten Bedingungen zu erforschen, was draußen bei Regen passiert, erklärt Desmond Walling von der Fakultät für Geographie und Archäologie. In ihren Versuchen möchten die Forscher die natürliche Umwelt möglichst genau nachbilden. So soll der künstliche Regen unter anderem auf eine modellierte Landschaft mit Flußsystem prasseln. Die über zehn Millionen Mark teure Anlage wird im Oktober nächsten Jahres in Betrieb genommen.
Die ökologischen Folgen der Bodenerosion würden zunehmend als Problem erkannt, erklärt Walling die Bedeutung des Projekts. So gehe durch die Abtragung nicht nur fruchtbares Land verloren. Auch in den Flüssen belaste die Erde etwa laichende Fische.
ddp/bdw – Cornelia Pfaff





