Von CHRISTIAN JUNG
Es herrscht Chaos dort unten. Vieles ist in Unordnung geraten, etliches Leben bedroht, zahllose symbiotische Beziehungen und Bindungen untereinander funktionieren nicht mehr, und in Jahrmillionen aufs Feinste abgestimmte Prozesse fallen auseinander. So etwa lassen sich die Erkenntnisse zusammenfassen, die im Juli 2022 bei der Welt-Korallenriffkonferenz in Bremen vorgetragen wurden. Immer lauter werden die Stimmen der Forscher, die sich um das Leben in den Meeren dieser Welt sorgen. Der Temperaturanstieg in den Ozeanen sei fatal, weil er sich auf alle Lebewesen dort auswirke, sagt etwa Meeresökologe Julian Gutt vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven.





