Wetterphänomene wie El Nino und La Nina haben zu einer Explosion der Pflanzenproduktion in unseren Meeren geführt. Das belegen Beobachtungen mit einem NASA-Satelliten, der seit drei Jahren um die Erde kreist.
Wie die Zeitschrift Science in ihrer neusten Ausgabe berichtet, handelt es sich um die umfassendsten Daten dieser Art, die jemals zusammengetragen wurden. Erstmals wurde laut NASA eine kontinuierliche Beobachtung der Produktion von Algen und Pflanzen in den Ozeanen und auf dem Festland durchgeführt. Wissenschaftler meinen, dass dadurch Funktionsmechanismen des Lebens auf der Erde sowohl heute als auch in der geologischen Vergangenheit weiter entschlüsselt werden können.
Das für die Beobachtungen genutzte Gerät, der “Sea-viewing Wide Field-of-view Sensor” ( SeaWiFS), misst die Intensität der Photosynthese. Der Satellit liefert alle 2 Tage ein komplettes Bild unseres Planeten. Mehr als 1600 Wissenschaftler aus 35 Ländern nutzen derzeit die von ihm gelieferten Daten.
Projektmanager Gene Carl Feldman schätzt, dass eine auf einem Schiff installierte Beobachtungsstation etwa 4000 Jahre bräuchte, um die Informationsmenge zu sammeln, die eine einzige Aufnahme des SeaWiFS liefern kann.
Die Studien gehören zu dem “Earth Science Enterprise”-Forschungsprogramm der NASA, in dessen Rahmen natürliche und vom Menschen verursachte, globale Einflüsse auf die Umwelt untersucht werden.
Olaf Elicki





