Eine allgemeine Einführung
Nichts in der Biologie hat einen Sinn, außer im Licht der Evolution, hat der Genetiker Theodosius Dobzhansky einmal geschrieben. Dies ist keine Übertreibung, denn die Wissenschaft vom Leben wäre ohne die Evolutionstheorie nicht viel mehr als ein Briefmarkenalbum.
Jetzt hat Ulrich Kutschera, Professor für Pflanzenphysiologe an der Universität Kassel, eine reich illustrierte, übersichtliche, kompakte und gut verständliche Einführung in die Abstammungslehre verfasst. Er beschreibt die Evolution dieser Theorie die ja bis heute nicht abgeschlossen ist sowie die wichtigsten Selektionsfaktoren und vor allem die Indizien für eine natürliche Entwicklung der Arten.
Anhand vieler Beispiele verdeutlicht er, wie Forscher in akribischer Detektivarbeit versuchen, die über drei Milliarden Jahre lange Geschichte des Lebens auf der Erde zu rekonstruieren. Evolutionsprozesse lassen sich sogar unter Laborbedingungen beobachten und experimentell überprüfen. Ein weiterer Pluspunkt des Buchs ist, dass es auch beschreibt, wie große Katastrophen etwa verheerende Meteoriteneinschläge die Entwicklung des Lebens geprägt haben. Nicht zuletzt setzt sich Kutschera ausführlich mit der fundamentalistischen Evolutionskritik des Kreationismus auseinander und seziert mit klaren, kühlen Argumenten die oft abstrusen Behauptungen.
Rüdiger Vaas





