Der von Orsolya Heinrich-Tamáska, Niklot Krohn und Sebastian Ristow herausgegebene Tagungsband (Regensburg 2012) bietet einen weiten Überblick über die archäologische Forschung zum Thema. Berücksichtigt wird eine Vielzahl europäischer Länder, wobei man sich weitgehend an den heutigen Ländergrenzen orientiert hat: von Irland, der Schweiz und Italien über die Balkanstaaten, die Krim und das Baltikum bis Skandinavien.
Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen materielle Zeugnisse der Christianisierung, seien es Kirchenbauten, Grabinschriften, Sarkophage, Grabbeigaben oder andere Einzelobjekte mit christlichen Motiven. Generell ist in den urbanen Zentren der neue Glaube früher nachzuweisen als auf dem Land, doch auch hier findet sich Einschlägiges. Die römische Villa Fortunatus bei Fraga (Region Aragón, Spanien) etwa verfügt über ein Christogramm im Bodenmosaik. Dies zeigt: Die gebildeten und reichen Latifundienbesitzer können geradezu als Katalysatoren für die Verbreitung des Christentums gelten. Innerhalb dieses Villenkomplexes wurde im 5./6. Jahrhundert eine christliche Kirche erbaut, in der Taufen und Bestattungen vorgenommen wurden. …
Den vollständigen Artikel finden Sie in DAMALS 08/2013.
Dr. Heike Talkenberger




