Die europäische Raumfahrtbehörde ESA plant ein umfassendes Astrobiologieprogramm. Das mit 130 Millionen Dollar jährlich veranschlagte Programm umfasst sowohl die Suche nach außerirdischen Leben im Weltall als auch die Erkundung von extraterrestrischen Lebensmöglichkeiten für Menschen.
Die Suche nach außerirdischem Leben in unserem Sonnensystem bildet einen der Kernpunkte des Programms. Besonderes Augenmerk bei der Suche nach fossilen Mikroben und organischen Grundlagen des Lebens soll dabei auf den Mars sowie auf Asteroiden gerichtet werden. Ein weiterer wichtiger Kernpunkt des Programms umfasst die Suche nach außerirdischen Lebensmöglichkeiten für Menschen. Auch hier stehen Mars und große Asteroiden im Vordergrund, aber auch zum Beispiel der Jupitermond Europa.
Das Programm soll bereits im Herbst den Forschungsministern der beteiligten Länder vorgelegt werden. Da allerdings die meisten Mitgliedsländer der ESA in den letzten Jahres eine Reduzierung ihrer Beiträge veranlasst haben, sucht die Behörde auch nach neuen, privaten Finanzierungsmöglichkeiten.
Auch die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa verstärkt ihre Anstrengungen auf dem Gebiet der Astrobiologie. So ist zum Beispiel zusammen mit der französischen Regierung geplant, schon bald Gesteinsproben auf dem Mars zu sammeln und diese auf die Erde zurückzubringen. Leitende ESA Mitarbeiter verweisen jedoch auf die Notwendigkeit eines eigenen Programms, geht es doch schließlich um nichts geringeres als um die Suche nach Leben – und um das Überleben der Menschheit, sollte die Erde eines Tages unbewohnbar werden.
Stefan Maier





