von Rüdiger Vaas
Als man das TV-Programm früher noch analog über eine Fernsehantenne empfing, konnte nach Sendeschluss jeder etwas vom Restlicht des Urknalls erhaschen: Zwar stammte der Großteil des Rauschens auf der Mattscheibe von irdischen Störquellen, doch ein Prozent wurde von der Kosmischen Hintergrundstrahlung erzeugt, die heutzutage im für uns Menschen unsichtbaren Mikrowellenbereich den gesamten Weltraum erfüllt. Vor etwa 13,8 Milliarden Jahren, bereits in den ersten Sekundenbruchteilen des Universums, begann diese Strahlung ihr Dasein als sichtbares Licht. Damit ist sie das älteste Leuchten im Kosmos und viel älter als das Licht der ersten Sterne. In ihr zeigt sich das Universum, wie es einst gewesen ist: dichter und heißer als das Zentrum der Sonne – und zwar überall.





